Der Promille-Rechner schätzt deinen Blutalkoholwert nach der Widmark-Formel – aus Geschlecht, Körpergewicht, Getränkemenge und Alkoholgehalt berechnet er sofort, wie viel Promille du ungefähr im Blut hast und wie viel Gramm Alkohol du aufgenommen hast. Praktisch für eine schnelle Groborientierung nach dem Feierabendbier, ersetzt aber keine Messung und keinesfalls die Einschätzung deiner Fahrtüchtigkeit.
So funktioniert der Promille-Rechner
Wähle zunächst dein Geschlecht, trage dann dein Körpergewicht in Kilogramm sowie Getränkemenge in Millilitern und Alkoholgehalt in Vol.-% ein. Voreingestellt sind 75 kg, 500 ml und 5 % – das entspricht etwa einem halben Liter Bier. Der Rechner berechnet daraus sofort den geschätzten Blutalkoholwert in Promille sowie die aufgenommene Alkoholmenge in Gramm.
Fehlt eine Angabe oder ist das Körpergewicht null oder negativ, bittet dich der Rechner zunächst um vollständige und gültige Werte.
Die Widmark-Formel
Die Berechnung erfolgt in zwei Schritten. Zuerst ermittelt der Rechner die aufgenommene Alkoholmenge in Gramm: Menge (ml) × (Alkoholgehalt in Vol.-% / 100) × 0,8 – der Faktor 0,8 ist die ungefähre Dichte von reinem Ethanol in Gramm pro Milliliter. Anschließend teilt er dieses Ergebnis durch Körpergewicht (kg) × Reduktionsfaktor r, um den Promillewert zu erhalten.
Der Reduktionsfaktor r beträgt 0,7 bei Männern und 0,6 bei Frauen. Er bildet ab, dass sich Alkohol nur im Körperwasser verteilt – Frauen haben im Schnitt einen etwas geringeren Wasseranteil am Körpergewicht, wodurch sich dieselbe Alkoholmenge auf ein kleineres Volumen verteilt und der Promillewert höher ausfällt.
Beispiel
Bei den Voreinstellungen männlich, 75 kg, 500 ml, 5 % Vol. (ein halber Liter Bier) rechnet der Rechner so: 500 × 0,05 × 0,8 = 20 g reiner Alkohol. Geteilt durch 75 kg × 0,7 = 52,5 ergibt das 0,38 ‰.
Trinkt eine Frau mit gleichem Gewicht dieselbe Menge, ändert sich nur der Reduktionsfaktor: 20 g geteilt durch 75 kg × 0,6 = 45 ergibt 0,44 ‰ – bei identischer Trinkmenge also ein spürbar höherer Wert.
Grenzen der Schätzung
Die Widmark-Formel liefert nur eine grobe Schätzung des Spitzenwerts direkt nach dem Trinken. Sie berücksichtigt weder den Abbau von Alkohol über die Zeit noch individuelle Faktoren wie Nahrung im Magen, Trinkgeschwindigkeit, Lebergesundheit oder Medikamente – die tatsächlichen Werte können deutlich abweichen. Im Schnitt baut der Körper etwa 0,1 bis 0,15 ‰ pro Stunde ab, das rechnet der Rechner aber nicht automatisch ein.
Der geschätzte Wert eignet sich deshalb nicht, um die eigene Fahrtüchtigkeit zu beurteilen. Fahre grundsätzlich nie unter Alkoholeinfluss – auch niedrige Promillewerte beeinträchtigen Reaktionsvermögen und Urteilsfähigkeit.